Archiv für November 2009

Ausgezeichnet

Wer schon jemals in seinem Leben eine etwas umfangreichere Familienveranstaltung, sagen wir eine Hochzeit, organisiert hat, kann bestätigen, dass so etwas durchaus sehr anstrengend sein kann (wenn man es ernst nimmt). Events für ein Publikum auszurichten, ist dann nochmal eine ganz eigene Liga.
Man merkt es einer Veranstaltung eigentlich gleich an, ob da Menschen eine Vision verwirklichen oder einfach nur einen Auftrag ausführen. Aus diesem Grunde haben viele von ‘Laien’ durchgeführte Veranstaltungen eine tolle Atmosphäre.
Wenn dann zu solch einer Vision ein hoher künstlerischer Anspruch, ein starkes Unterstützerteam und ein langer Atem kommt, dann hat man zum Beispiel eine so besondere Veranstaltungsreihe, wie den Choriner Musiksommer. Dieser erlebte in diesem Jahr in der malerischen Kulisse der Choriner Klosterruine seine 46. Auflage.
Für ihre Qualitäten wurde die Klassikkonzertreihe nun mit dem Unternehmerpreis des Ostdeutschen Sparkassenverbandes 2009 ausgezeichnet.
Wer es noch nicht selbst erlebt hat, sollte sich unbedingt für die kommende Saison den Besuch eines der Konzerte (oder gleich mehrerer) vornehmen. Es lohnt sich!

Sie ist durch

Wie ich gerade erfahren habe, wurde die Kulturentwicklungskonzeption für die Stadt Eberswalde bei der gestrigen Sitzung der Stadtverordneten mehrheitlich befürwortet und beschlossen. Es gab lediglich zwei Enthaltungen. Ob diese Einhelligkeit auf dem ausgiebigen Studium der Vorlage beruhte oder aber das Arbeitspensum der Versammlung so groß war, dass man gegen Ende nur noch durchgewunken hat? Beschlossen ist beschlossen, nun können die Kulturakteure und die Stadtverwaltung damit arbeiten.

Ich gestehe

Ich bin ein Lump, ich gebe es zu. Ich habe die AWU verraten! Klamheimlich habe ich mich aus ihren Reihen geschlichen. Fast unmerklich habe ich mich den Diskussionsrunden entzogen und nach und nach auch unsere einstudierten Argumente aus meinem Sprachschatz gestrichen.

Die AWU – die AntiWeihnachtsUnion – war etwa seit meinem 14 oder 15 Lebensjahr meine event-politische Heimat. Was haben wir Weihnachten abgelehnt! Gewettert haben wir und vor Raserei getobt, wenn der Wahn jedes Jahr Ende November wieder losging. Auf den Straßen war kein Freizeit-Knecht-Ruprecht sicher vor unseren öffentlichen Entlarvungsaktionen. An den Pranger haben wir sie gestellt, dass sie den nachwachsenden Generationen solch einen Unsinn vorgaukelten. Wir haben ihnen den dialektischen Schwachsinn ihres Getues in die Wattebärte geschmiert. Der Weihnachtsmann war der Rekrutierungsoffizier der Großkapitalisten.Und wir waren uns sicher: Uns werden sie nicht kriegen! Wir lassen uns nicht einlullen oder kaufen! Diesen Beitrag weiterlesen »

Scharf geschossen

Man könnte meinen, Fotos seien nicht mehr so richtig das hippe Medium. Weit gefehlt: Gerade die Digitalisierung der Fotowelt hat mit dazu beigetragen, dass das weltweite Datenvolumen im Jahr 2011 auf unglaubliche 1,8 Billionen Gigabyte angewachsen sein wird. Wenn das Reiskörner wären…
Viele Menschen fotografieren heute, weil es so einfach ist, eine Kamera zu bediehnen und ein erkennbares Bild zu produzieren. Das artete früher zur echten Wissenschaft aus. Ich kann mich entsinnen, dass mein alter Herr mit einer russischen Smena durchaus 5-10 Minuten vor einem Motiv stand und über Blende und Verschlusszeit in Zusammenhang mit der Filmempfindlichkeit (deutsch DIN, amerikanisch ASA, international ISO) nachdachte. Zack, war der Sonnenuntergang weg.
Heute gibt es ja für alles Automatikprogramme, auch im Videobereich. Dann werden die Bilder in der Regel anschaubar. Oft mangelt es ihnen dann aber an dem besonderen Etwas.

Ab kommenden Sonnabend, 28.11.2009 wird es wieder sehr viele Fotos anzuschauen geben, Diesen Beitrag weiterlesen »

Gesprächskultur

Der Kulturbegriff ist sicherlich weit auslegbar. Man braucht allerdings nicht unbedingt sehr viel Fantasie, um unter Kultur auch ein gutes Gespräch oder sogar einen Gesprächskreis zu verstehen.

Anfang der 90-er Jahre waren solche Gesprächskreise in Eberswalde ein wichtiger Bestandteil des Demokratisierungsprozesses. Viele grundlegende Themen wurden dort bearbeitet.

Im zwanzigsten Jahr nach der Grenzöffnung lässt die Bürgerstiftung Barnim Uckermark diese Gesprächskreise für drei Veranstaltungen wieder aufleben. Diesen Beitrag weiterlesen »

Kultur aktuell – 23.11.2009 zweitens

Es ist natürlich sehr viel los in der Region zur Zeit, vieles davon bezieht sich auch schon auf die bevorstehende Weihnachtszeit.

Am kommenden Freitag, 27.11.2009 wird der Eberswalder Weihnachtsmarkt eröffnet. Das ist nun schon seit Jahren eine spezeille Angelegenheit, oft waren die Eberswalder nicht so begeistert von ihrem Weihnachstmarkt. Nachdem im vergangenen Jahr gerade auch die gewerblichen Partner mit der orgainsatorischen Arbeit der Stadt nicht zufrieden waren, wurde dafür nun ein Eventdienstleister engagiert. Sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung. In jedem Fall sollte man sich von dem Markt selbst überzeugen, ein vielfältiges, interessantes Programm zeichnet sich jedenfalls ab.

Neben den Weihnachtsvorbereitungen gibt es allerdingsnoch viele andere interessante Kulturtips. Hier einige (keine Vollständigkeit): Diesen Beitrag weiterlesen »

Kultur aktuell – 23.11.2009

Auf der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Eberswalde am kommenden Donnerstag, 26.11.2009, soll neben vielen andereen Beschlussvorlagen auch über das neu erarbeitete Kulturentwicklungskonzept entschieden werden. Für Eberswalde und seine Kulturakteure ist dies ein bedeutender Schritt. Diesen Beitrag weiterlesen »

e wie Entwicklung

Rückblende 1997:
Der von mir meist gehörte Satz damals war: “Ick hab die Schnauze voll, ick hau ab!” Auf die Frage, wohin, hiess es in 95% der Fälle: Berlin. Auch ich habe dazu gehört! Ich habe meine Beinahe-Heimatstadt Eberswalde verlassen und (bereits zum zweiten mal) versucht, in Berlin Fuss zu fassen. Eben weil damals viele Eberswalder nach Berlin gingen, gab es eine ‘Eberswalder Szene’ da. Also eigentlich die Leute, mit denen man Monate vorher in EW abgehangen hat. Für einen Kleinstadt-Sozialisierten, wie mich, war das wie Methadon. Nicht ganz zu Hause aber doch vertraut. Damit konnte ich Berlin auch als Wohnort recht nett finden. Doch dann passierte es! Ich wurde schwanger! Also nicht ich direkt, sondern meine Frau. Aber heute sagt man das so: Wir wurden schwanger. Und mit frisch erwachten animalischen Beschützerinstinkten begaben wir uns auf die Suche nach einer neuen Wohnstatt. Ein Albtraumszenario und Stoff für einen Woody-Allen-Film! Der von mir damals meist gedachte Satz war: “Ick hab die Schnauze voll, ick hau ab!” Diesen Beitrag weiterlesen »