Gesprächskultur

Der Kulturbegriff ist sicherlich weit auslegbar. Man braucht allerdings nicht unbedingt sehr viel Fantasie, um unter Kultur auch ein gutes Gespräch oder sogar einen Gesprächskreis zu verstehen.

Anfang der 90-er Jahre waren solche Gesprächskreise in Eberswalde ein wichtiger Bestandteil des Demokratisierungsprozesses. Viele grundlegende Themen wurden dort bearbeitet.

Im zwanzigsten Jahr nach der Grenzöffnung lässt die Bürgerstiftung Barnim Uckermark diese Gesprächskreise für drei Veranstaltungen wieder aufleben. Nach Siegbert Schefke und Bärbel Bohley ist am 9.12.2009 Susanne Schädlich im Museum in der Adlerapotheke zu Gast. Hier der Ankündigungstext der Bürgerstiftung:

Gesprächskreis „Demokratischer Wandel“

Eine lebendige Demokratie braucht das Engagement der Bürgerinnen und Bürger – Menschen, die sich einmischen, die gestalten und Verantwortung übernehmen. Die Vorstellung von Demokratie ist jedoch geprägt von ihrer Zeit. In der Wende- und Nachwendezeit musste für notwendige Veränderungen gekämpft werden, während heute vieles selbstverständlich scheint. An Gesprächskreise der frühen 1990er Jahre in Eberswalde anknüpfend, möchten wir Sie einladen, sich mit uns zu erinnern und ins Gespräch zu kommen, über lebendige Demokratie in der Wendezeit und heute.

Mittwoch, 09. Dezember 2009, 19:30 Uhr, Museum in der Adler-Apotheke
ES IST MEINE GESCHICHTE
Zu Gast: Susanne Schädlich

Susanne Schädlich, geboren 1965 in Jena, musste 1977 als Zwölfjährige mit ihrer Familie die DDR verlassen. In ihrem Buch „Immer wieder Dezember“ schildert sie, wie Geschichte mit ihr geschehen ist. Im Westen wurde die Familie weiterhin bespitzelt. Wie sich nach der Wende herausstellte, von dem Bruder des Vaters. Susanne Schädlich wird aus ihrem Buch „Immer wieder Dezember – Der Westen, die Stasi, der Onkel und ich“ lesen. Anschließend wollen wir mit ihr und Ihnen ausloten, auf welche Art und Weise man wieder Macht über die eigene Geschichte gewinnen kann.

Aus meiner Sicht eine empfehlenswerte Veranstaltung!

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