Wenn man nur wüsste… oder : Die Quahl der Wahl

Es ist die Hochzeit der (guten) Vorsätze. Am Ende des Jahres findet noch fast jeder irgendein Laster, dass es sich lohnt, abzulegen. Rauchen, trinken, essen (schwitzen, atmen und flatulieren), etwas geht immer. Ich möchte im neuen Jahr auf jeden Fall weniger Fernsehen und mehr ins Kino gehen. Und ich möchte mich mehr einmischen.
Erste Gelegenheit dafür im neuen Jahr ist die Landratswahl am 10.1.2010. Ein für eine so wichtige Wahl wohl ungünstiger Zeitpunkt. Aber letztlich muss man ja nur ins Wahllokal gehen und seinen Wahlzettel ausfüllen. Noch einfacher ist es mit der Briefwahl. Welche Ausrede könnte man also noch haben, nicht zur Wahl zu gehen?
Da hört man von nicht wenigen Wahlberechtigten, dass keiner der Kandidaten für sie der/die Richtige wäre. Das ist aus meiner Sicht allerdings der falsche Ansatz. Es sollte letztlich nicht darum gehen, ob ein Kandidat für ein Amt haargenau den eigenen Erwartungen entspricht. Vielmehr wird man kaum um einen Kompromiss zu den eigenen Vorstellungen kommen. Zumal, wenn nur drei Kandidaten zur Wahl stehen. Dann kommt es auch darauf an, dass man sich Informationen über die Kandidaten selbst einholt. Informationsveranstaltungen, konventionelle Medien und das Internet sind sicherlich die wichtigsten Quellen dafür. Nachfolgend einige Links zu den Webseiten der Kandidaten und zu relevanten Artikeln und Seiten:

Märkische Oderzeitung
Landkreis Barnim
Margitta Mächtig
Bodo Ihrke
Dr. Frank Valentin
Barnim-Blog

Wichtig ist mir persönlich natürlich nicht nur das Verhältnis der jeweiligen Kandidaten zum Thema Kunst und Kultur. Vielmehr würde mich interessieren, welche kulturellen Visionen sie für den Barnim haben. Wie kann sich die Kultur im Landkreis weiterentwickeln, welche Schwerpunkte sollen bei der öffentlichen Förderung möglicherweise gesetzt werden?
In der Kreisstadt Eberswalde ist man dem Landkreis in diesem Fall mal einen Schritt voraus und hat im Jahr 2009 eine vielversprechende Kulturentwicklungskonzeption verabschiedet. Es wäre äußerst spannend, einen solchen Prozess auch für den Landkreis anzuregen. Sicherlich ein schwierigeres Vorhaben, allzumal jedoch ein Lohnendes. Im Laufe der Erarbeitung in Eberswalde sind jedenfalls viele interessante Aspekte der Kulturarbeit beleuchtet worden inklusive einer erstmalig durchgeführten Kultur-Umfrage bei Bürgern und Akteuren.
Da ich aus den Wahlprogrammen der Landratskandidat(inn)en zum Thema Kultur nicht viel genaues entnehmen kann, hoffe ich nun, dass ich bei einer der vor den Wahlen stattfindenden Informationsveranstaltungen meine Fragen dazu nochmal anbringen kann. Man darf gespannt sein…

Kommentieren