Artikel-Schlagworte: „Kultur“
Lärm macht krank
Das wissen wir ja nun seit vielen Studien zum Thema.
Der Eberswalder Stadtverordnete Götz Herrmann macht auf seinem Blog auf einen Fall aufmerksam, der seiner Meinung nach zu einem ernsthaften Verlust in der Jugendkulturszene führen könnte. Eine Anwohnerfamilie hat sich über die Aktivitäten des Band United e.V. in der Judohalle (Eberswalder Ortsteil Finow) bei der Stadt Eberswalde beschwert. Hier ist der Artikel nachzulesen.
Das ist natürlich ein heisses Eisen. Die Stadt muss hier im Zweifelsfall Gesetzeskonform vermitteln. Letztlich stellt sich die Frage, wie lange man Anwohner mit seinen eigenen Lautstärkevorstellungen und Verhaltensweisen nicht belästigt. Da hat jeder seine ganz individuelle Reizschwelle. Ich zum Beispiel geh schon nach 10 Minuten durch die Decke, wenn mich jemand aus einer Nachbarwohnung mit ‘Schranz’ zuscheppert. Da bin ich dünnhäutig.
Wenn aber Götz Herrmann (im Übrigen Mitbegründer von Bands United e.V.) Recht behalten sollte und die Einschränkungen zu dauerhaftem Publikumsverlust führen, droht ein echter Verlust in der Jugendkulturlandschaft. Ein neuer Standort ist da definitiv nur eine Problemvertagung. Eine Klärung mit den Beschwerdeführern wäre wünschenswert. Wer macht nun den ersten Schritt?
Weitere Märkte und Veranstaltungen
Nicht, dass es hier zu lokalpatriotisch zu geht: Im ganzen Barnim gibt es fast unzählige Weihnachtsmärkte und passende Veranstaltungen. Nachlesen kann man das in diesem Artikel auf dem Bar Blog.
Sollte jemand Erfahrungen mit anderen Märkten gemacht haben, freue ich mich auch über einen Gastbeitrag.
Im Bar Blog kann man sich auch Listen von Barnimer und Brandenburger Blogs ansehen, da ist sicherlich viel interessantes dabei.
Eine aktuell dort laufende Diskussion ist aus meiner Sicht empfehlenswert hinsichtlich der kurz nach dem Jahreswechsel stattfindenden Landratswahlen.
Lecker, nachhaltig, interessant
Wieviele Weihnachtsmärkte man auch veranstaltet, es will und will nicht schneien! Aber das liegt nun wirklich (noch) nicht in Menschenhand.
Dafür kann man sich die vorfestliche Zeit durchaus angenehm gestalten. Die Angebote sind scheinbar riesig. Wie hier bereits an anderer Stelle geschrieben, hat am vergangenen Freitag der neu konzipierte Eberswalder Weihnachtsmarkt eröffnet. Nachdem ich ihn mittlerweile einige Male mit und ohne Familie besucht habe, kann ich ihn nur als sehr gelungen bezeichnen. Im Gegensatz zur Umfrage in der Märkischen Oderzeitung (die im Internet leider nicht veröffentlicht ist), gefällt mir ganz besonders, dass der Fokus nicht so sehr auf bunten Lichterketten und Deko liegt (obwohl davon reichlich vorhanden ist). Vielmehr ist das Programm des Weihnachtsmarktes und die sehr bedachte Händlerauswahl das Besondere und Wegweisende. Diesen Beitrag weiterlesen »
Ausgezeichnet
Wer schon jemals in seinem Leben eine etwas umfangreichere Familienveranstaltung, sagen wir eine Hochzeit, organisiert hat, kann bestätigen, dass so etwas durchaus sehr anstrengend sein kann (wenn man es ernst nimmt). Events für ein Publikum auszurichten, ist dann nochmal eine ganz eigene Liga.
Man merkt es einer Veranstaltung eigentlich gleich an, ob da Menschen eine Vision verwirklichen oder einfach nur einen Auftrag ausführen. Aus diesem Grunde haben viele von ‘Laien’ durchgeführte Veranstaltungen eine tolle Atmosphäre.
Wenn dann zu solch einer Vision ein hoher künstlerischer Anspruch, ein starkes Unterstützerteam und ein langer Atem kommt, dann hat man zum Beispiel eine so besondere Veranstaltungsreihe, wie den Choriner Musiksommer. Dieser erlebte in diesem Jahr in der malerischen Kulisse der Choriner Klosterruine seine 46. Auflage.
Für ihre Qualitäten wurde die Klassikkonzertreihe nun mit dem Unternehmerpreis des Ostdeutschen Sparkassenverbandes 2009 ausgezeichnet.
Wer es noch nicht selbst erlebt hat, sollte sich unbedingt für die kommende Saison den Besuch eines der Konzerte (oder gleich mehrerer) vornehmen. Es lohnt sich!
Sie ist durch
Wie ich gerade erfahren habe, wurde die Kulturentwicklungskonzeption für die Stadt Eberswalde bei der gestrigen Sitzung der Stadtverordneten mehrheitlich befürwortet und beschlossen. Es gab lediglich zwei Enthaltungen. Ob diese Einhelligkeit auf dem ausgiebigen Studium der Vorlage beruhte oder aber das Arbeitspensum der Versammlung so groß war, dass man gegen Ende nur noch durchgewunken hat? Beschlossen ist beschlossen, nun können die Kulturakteure und die Stadtverwaltung damit arbeiten.
Ich gestehe
Ich bin ein Lump, ich gebe es zu. Ich habe die AWU verraten! Klamheimlich habe ich mich aus ihren Reihen geschlichen. Fast unmerklich habe ich mich den Diskussionsrunden entzogen und nach und nach auch unsere einstudierten Argumente aus meinem Sprachschatz gestrichen.
Die AWU – die AntiWeihnachtsUnion – war etwa seit meinem 14 oder 15 Lebensjahr meine event-politische Heimat. Was haben wir Weihnachten abgelehnt! Gewettert haben wir und vor Raserei getobt, wenn der Wahn jedes Jahr Ende November wieder losging. Auf den Straßen war kein Freizeit-Knecht-Ruprecht sicher vor unseren öffentlichen Entlarvungsaktionen. An den Pranger haben wir sie gestellt, dass sie den nachwachsenden Generationen solch einen Unsinn vorgaukelten. Wir haben ihnen den dialektischen Schwachsinn ihres Getues in die Wattebärte geschmiert. Der Weihnachtsmann war der Rekrutierungsoffizier der Großkapitalisten.Und wir waren uns sicher: Uns werden sie nicht kriegen! Wir lassen uns nicht einlullen oder kaufen! Diesen Beitrag weiterlesen »
Scharf geschossen
Man könnte meinen, Fotos seien nicht mehr so richtig das hippe Medium. Weit gefehlt: Gerade die Digitalisierung der Fotowelt hat mit dazu beigetragen, dass das weltweite Datenvolumen im Jahr 2011 auf unglaubliche 1,8 Billionen Gigabyte angewachsen sein wird. Wenn das Reiskörner wären…
Viele Menschen fotografieren heute, weil es so einfach ist, eine Kamera zu bediehnen und ein erkennbares Bild zu produzieren. Das artete früher zur echten Wissenschaft aus. Ich kann mich entsinnen, dass mein alter Herr mit einer russischen Smena durchaus 5-10 Minuten vor einem Motiv stand und über Blende und Verschlusszeit in Zusammenhang mit der Filmempfindlichkeit (deutsch DIN, amerikanisch ASA, international ISO) nachdachte. Zack, war der Sonnenuntergang weg.
Heute gibt es ja für alles Automatikprogramme, auch im Videobereich. Dann werden die Bilder in der Regel anschaubar. Oft mangelt es ihnen dann aber an dem besonderen Etwas.
Ab kommenden Sonnabend, 28.11.2009 wird es wieder sehr viele Fotos anzuschauen geben, Diesen Beitrag weiterlesen »
Kultur aktuell – 23.11.2009 zweitens
Es ist natürlich sehr viel los in der Region zur Zeit, vieles davon bezieht sich auch schon auf die bevorstehende Weihnachtszeit.
Am kommenden Freitag, 27.11.2009 wird der Eberswalder Weihnachtsmarkt eröffnet. Das ist nun schon seit Jahren eine spezeille Angelegenheit, oft waren die Eberswalder nicht so begeistert von ihrem Weihnachstmarkt. Nachdem im vergangenen Jahr gerade auch die gewerblichen Partner mit der orgainsatorischen Arbeit der Stadt nicht zufrieden waren, wurde dafür nun ein Eventdienstleister engagiert. Sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung. In jedem Fall sollte man sich von dem Markt selbst überzeugen, ein vielfältiges, interessantes Programm zeichnet sich jedenfalls ab.
Neben den Weihnachtsvorbereitungen gibt es allerdingsnoch viele andere interessante Kulturtips. Hier einige (keine Vollständigkeit): Diesen Beitrag weiterlesen »
Kultur aktuell – 23.11.2009
Auf der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Eberswalde am kommenden Donnerstag, 26.11.2009, soll neben vielen andereen Beschlussvorlagen auch über das neu erarbeitete Kulturentwicklungskonzept entschieden werden. Für Eberswalde und seine Kulturakteure ist dies ein bedeutender Schritt. Diesen Beitrag weiterlesen »
e wie Entwicklung
Rückblende 1997:
Der von mir meist gehörte Satz damals war: “Ick hab die Schnauze voll, ick hau ab!” Auf die Frage, wohin, hiess es in 95% der Fälle: Berlin. Auch ich habe dazu gehört! Ich habe meine Beinahe-Heimatstadt Eberswalde verlassen und (bereits zum zweiten mal) versucht, in Berlin Fuss zu fassen. Eben weil damals viele Eberswalder nach Berlin gingen, gab es eine ‘Eberswalder Szene’ da. Also eigentlich die Leute, mit denen man Monate vorher in EW abgehangen hat. Für einen Kleinstadt-Sozialisierten, wie mich, war das wie Methadon. Nicht ganz zu Hause aber doch vertraut. Damit konnte ich Berlin auch als Wohnort recht nett finden. Doch dann passierte es! Ich wurde schwanger! Also nicht ich direkt, sondern meine Frau. Aber heute sagt man das so: Wir wurden schwanger. Und mit frisch erwachten animalischen Beschützerinstinkten begaben wir uns auf die Suche nach einer neuen Wohnstatt. Ein Albtraumszenario und Stoff für einen Woody-Allen-Film! Der von mir damals meist gedachte Satz war: “Ick hab die Schnauze voll, ick hau ab!” Diesen Beitrag weiterlesen »
