Artikel-Schlagworte: „Kulturakteur“
Wenn man nur wüsste… oder : Die Quahl der Wahl
Es ist die Hochzeit der (guten) Vorsätze. Am Ende des Jahres findet noch fast jeder irgendein Laster, dass es sich lohnt, abzulegen. Rauchen, trinken, essen (schwitzen, atmen und flatulieren), etwas geht immer. Ich möchte im neuen Jahr auf jeden Fall weniger Fernsehen und mehr ins Kino gehen. Und ich möchte mich mehr einmischen.
Erste Gelegenheit dafür im neuen Jahr ist die Landratswahl am 10.1.2010. Ein für eine so wichtige Wahl wohl ungünstiger Zeitpunkt. Aber letztlich muss man ja nur ins Wahllokal gehen und seinen Wahlzettel ausfüllen. Noch einfacher ist es mit der Briefwahl. Welche Ausrede könnte man also noch haben, nicht zur Wahl zu gehen? Diesen Beitrag weiterlesen »
Lärm macht krank
Das wissen wir ja nun seit vielen Studien zum Thema.
Der Eberswalder Stadtverordnete Götz Herrmann macht auf seinem Blog auf einen Fall aufmerksam, der seiner Meinung nach zu einem ernsthaften Verlust in der Jugendkulturszene führen könnte. Eine Anwohnerfamilie hat sich über die Aktivitäten des Band United e.V. in der Judohalle (Eberswalder Ortsteil Finow) bei der Stadt Eberswalde beschwert. Hier ist der Artikel nachzulesen.
Das ist natürlich ein heisses Eisen. Die Stadt muss hier im Zweifelsfall Gesetzeskonform vermitteln. Letztlich stellt sich die Frage, wie lange man Anwohner mit seinen eigenen Lautstärkevorstellungen und Verhaltensweisen nicht belästigt. Da hat jeder seine ganz individuelle Reizschwelle. Ich zum Beispiel geh schon nach 10 Minuten durch die Decke, wenn mich jemand aus einer Nachbarwohnung mit ‘Schranz’ zuscheppert. Da bin ich dünnhäutig.
Wenn aber Götz Herrmann (im Übrigen Mitbegründer von Bands United e.V.) Recht behalten sollte und die Einschränkungen zu dauerhaftem Publikumsverlust führen, droht ein echter Verlust in der Jugendkulturlandschaft. Ein neuer Standort ist da definitiv nur eine Problemvertagung. Eine Klärung mit den Beschwerdeführern wäre wünschenswert. Wer macht nun den ersten Schritt?
Sie ist durch
Wie ich gerade erfahren habe, wurde die Kulturentwicklungskonzeption für die Stadt Eberswalde bei der gestrigen Sitzung der Stadtverordneten mehrheitlich befürwortet und beschlossen. Es gab lediglich zwei Enthaltungen. Ob diese Einhelligkeit auf dem ausgiebigen Studium der Vorlage beruhte oder aber das Arbeitspensum der Versammlung so groß war, dass man gegen Ende nur noch durchgewunken hat? Beschlossen ist beschlossen, nun können die Kulturakteure und die Stadtverwaltung damit arbeiten.
Ich gestehe
Ich bin ein Lump, ich gebe es zu. Ich habe die AWU verraten! Klamheimlich habe ich mich aus ihren Reihen geschlichen. Fast unmerklich habe ich mich den Diskussionsrunden entzogen und nach und nach auch unsere einstudierten Argumente aus meinem Sprachschatz gestrichen.
Die AWU – die AntiWeihnachtsUnion – war etwa seit meinem 14 oder 15 Lebensjahr meine event-politische Heimat. Was haben wir Weihnachten abgelehnt! Gewettert haben wir und vor Raserei getobt, wenn der Wahn jedes Jahr Ende November wieder losging. Auf den Straßen war kein Freizeit-Knecht-Ruprecht sicher vor unseren öffentlichen Entlarvungsaktionen. An den Pranger haben wir sie gestellt, dass sie den nachwachsenden Generationen solch einen Unsinn vorgaukelten. Wir haben ihnen den dialektischen Schwachsinn ihres Getues in die Wattebärte geschmiert. Der Weihnachtsmann war der Rekrutierungsoffizier der Großkapitalisten.Und wir waren uns sicher: Uns werden sie nicht kriegen! Wir lassen uns nicht einlullen oder kaufen! Diesen Beitrag weiterlesen »
Kultur aktuell – 23.11.2009
Auf der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Eberswalde am kommenden Donnerstag, 26.11.2009, soll neben vielen andereen Beschlussvorlagen auch über das neu erarbeitete Kulturentwicklungskonzept entschieden werden. Für Eberswalde und seine Kulturakteure ist dies ein bedeutender Schritt. Diesen Beitrag weiterlesen »
e wie Entwicklung
Rückblende 1997:
Der von mir meist gehörte Satz damals war: “Ick hab die Schnauze voll, ick hau ab!” Auf die Frage, wohin, hiess es in 95% der Fälle: Berlin. Auch ich habe dazu gehört! Ich habe meine Beinahe-Heimatstadt Eberswalde verlassen und (bereits zum zweiten mal) versucht, in Berlin Fuss zu fassen. Eben weil damals viele Eberswalder nach Berlin gingen, gab es eine ‘Eberswalder Szene’ da. Also eigentlich die Leute, mit denen man Monate vorher in EW abgehangen hat. Für einen Kleinstadt-Sozialisierten, wie mich, war das wie Methadon. Nicht ganz zu Hause aber doch vertraut. Damit konnte ich Berlin auch als Wohnort recht nett finden. Doch dann passierte es! Ich wurde schwanger! Also nicht ich direkt, sondern meine Frau. Aber heute sagt man das so: Wir wurden schwanger. Und mit frisch erwachten animalischen Beschützerinstinkten begaben wir uns auf die Suche nach einer neuen Wohnstatt. Ein Albtraumszenario und Stoff für einen Woody-Allen-Film! Der von mir damals meist gedachte Satz war: “Ick hab die Schnauze voll, ick hau ab!” Diesen Beitrag weiterlesen »
